Braucht dieses Foto eine weitere Erklärung? Sultan beginnt einfach grandios und endet ebenso: auf nahezu makellosen Rasenteppichen. Dazwischen sorgen auf 11 Bahnen allerdings Wasserhindernisse dafür, dass man außer ins Schwärmen auch ins Schwitzen kommt.
Es ist früh am Morgen für einen Urlaub, aber ich hatte mir die Teetime bewusst ausgesucht: Um 7:30 Uhr steigen wir frühen Vögel vor dem luxuriös gestalteten Entrée des Antalya GC aus dem Kleinbus. Teil 2 unserer Siemens-Gruppe startet erst mittags, verpasst aber die herrliche Morgenstimmung. Die Schatten sind noch lang, der Teich links vom Tee ist spiegelglatt, dafür liegt das Fairway in sanften Wellen vor uns. Völlige Ruhe. Am 1. Abschlag (Titelfoto) sind wir schlagartig hellwach. Ein Teich gleich links und zwei Teiche rechts des Fairways, da braucht es Konzentration auf die grüne Mitte.
Wasser-Fälle
Nach einem harmlosen, aber wunderschön anzusehenden Par 3 führt der Teeshot auf der 3 ÜBERS Wasser. An meinem Ohr pfeift ein Ball von der Gegenbahn vorbei. Später merken wir: Die 4 ist wirklich sehr schmal vom Tee, quert dafür aber nur einen winzigen Bach. Sanft bergauf und völlig wasserlos zur Abwechslung dann die 5, an deren Ende vor dem Schlag aufs Grün eine Piniengruppe steht. Mittig und sehr lästig. Auf dem Par 3 der 6 begeistert mich (wie auf allen anderen) die Qualität des Grüns. Diese Schnittkanten! Diese Grüntöne! Die 7 verläuft schon wieder entlang eines Teiches und einer Feriensiedlung rechts, und auf dem Par 3 der 8 muss man über Teich UND Bach, ehe nach 172/130 Metern endlich das Grün erreicht sein soll. Sosehr an Wasser gewöhnt, nehmen wir fatalistisch auch die 9 hin, die im Bogen am nächsten Teich entlang zum Clubhaus zurückführt. Akustisch begleitet uns der Ruf des Muezzins.
Eukalyptus, Reiher und nochmals Wasser
Eine einzelne Pinie am Teichufer der 10? Ignorieren wir und konzentrieren uns auf den zweiten Schlag, der akkurat nach rechts muss. Rechts und links Teiche auf der 11? Ignoriere ich auch und liege auf dem kurzen Par 4 mit dem zweiten Schlag vorm kariert gemähten Grün. Sultan gönnt uns nun ein paar Bahnen Wasserpause. Die 12 führt durch Eukalyptuswald, 13 bis 15 durch Pinienhaine. Auf der 13 erinnert eine drohend mittig stehende, geköpfte Pinie frappant an einen Marterpfahl, aber wir quälen uns ein bissl anderweitig. Mittlerweile sticht nämlich die Sonne vom Himmel, am Ende der 14 machen uns Grünbunker und Fahnenposition direkt dahinter das Leben schwer. Lediglich die 15 führt einmal mehr auf gewelltem grünen Teppich fast gerade durch die üblichen Baumreihen.
Ehe mich die Langeweile packt (haha), öffnet sich der Platz wieder und vor uns liegt eine wahrlich spektakuläre 16, deren rechter Rand nur aus einem Riesenteich besteht – mit mehreren Einbuchtungen ins Fairway und Steinwänden. Als Tüpfelchen auf dem i quert vor dem Grün noch ein Bach. Runterkommen auf einem schlichten Par 3 mit exorbitant schönem Grün, ehe es auf die 18 geht. Frontales Wasser vom Tee, später rechts und links seitliches. Ich sage ja: Sultan beginnt so, wie er endet. In ein den hohen Bäumen rechts vom Teich macht eine riesige Kolonie von Reihern ordentlich Krach und mir kommt vor, sie lästert hämisch, als mein Ball aufs Grün zu kurz bleibt und auf der letzten Bahn des Tages doch noch im Wasser verschwindet.
Mein persönliches Fazit
Mir hat Sultan ganz ausgezeichnet gefallen – schon optisch ist er einfach eine Augenweide. Wozu natürlich die vielen schön gestalteten Teiche beitragen… Ich habe ganze 11 Bahnen mit Wasserhindernissen gezählt. Grandioser Pflegezustand, da gibt es nix zu meckern. Fesches Restaurant mit Terrasse zur 9 und 10. Kleiner, aber feiner Proshop. Zum Club gehört auch der kürzere Par-72-Platz Pasha. Nächstes Mal dann.
Was ich diesmal noch gespielt habe? Die 3 Cornelia-Kurse (bereits im Blog), National und eine Flutlichtrunde in Carya!


















Ein Kommentar zu „Belek – Antalya Golf Club, PGA Sultan: der hochherrschaftliche Rasen-Teppich“