Belek, (letzter) Teil 4 – Nobilis: der stille, wunderschöne Platz von Robinson

Vielleicht lag es ja daran, dass ich meine Runde erst begann, als die meisten schon in der Hotelsauna des dazugehörigen Robinsonclubs waren: Ich fand Nobilis einfach wunderschön! Die späte Nachmittagssonne warf an diesem kühlen Jännertag ihre langen Schatten auf die Fairways, außer mir war niemand am Platz, er gehörte mir ganz alleine. Nach den Stürmen der letzten Tage regte sich kein Lüftchen, die angrenzenden Bungalows sind zu dieser Jahreszeit unbewohnt. Es gab mich und den Ball und die Schläger und einen Platz ohne große Tücken.

Ich hatte von den anderen Gästen im Club schon gehört, dass Nobilis kein schwieriger Platz ist, aber das ist ja immer so eine Sache, je nachdem, wie gut du spielst an dem Tag … Doch hier stimmt das. Du siehst die Landezonen gut und auch die Grüns. Die hohen alten Pinien sind immer weit genug weg, die Fairways entsprechend breit. Die Bunker scheinen mehr Deko als Hindernis zu sein, so schön passen sie in die Golflandschaft. Es gibt ganz wenig Wasser, wenn, dann seitlich, und selbst auf der 9 Richtung Clubhaus schlägst du entspannt drüber. Eine zeitlang spielst du an einem kleinen Kanal entlang mit Fischerbooten, Kanus und viel Schilf. Die Grüns sind wenig onduliert und gerade richtig schnell. In Nobilis kannst du also Vergnügen am Spiel haben, auch wenn dein Handicap (noch) ein wenig höher ist.

Robinson Club: die einzige Wienerin 

Nur wenige Belek-GolfurlauberInnen verirren sich zum Nobilis und das ist schade. Die meisten GolferInnen am Platz wohnen im gleichnamigen Robinson Club und lächeln milde über meinen einwöchigen Aufenthalt hier – sie sind (mindestens) drei Wochen da und kommen heuer nochmals im April und im Herbst. Die eingeschworene Clubclientel nimmt mich als Exotin („die Wienerin“) trotzdem herzlich auf in ihrer Mitte. Wer Robinson bucht, kriegt Robinson. Das Paket ist seit Jahrzehnten unverändert und unverändert professionell, wenn man Clubleben mag. Doch du wirst hier niemals anagitiert. Aber auch als Einzelreisende/r findest du so schnell Anschluss wie nirgends sonst und muss ganz sicher nicht allein zu Abend essen. Das Indoor-Schwimmbad ist wunderschön, die Massagen sind ganz toll, der Saunabereich spielt alle Stückeln. Dazu gibts für die warme Jahreszeit einen riesigen Strand und ebensolchen Pool. Dass Zimmer und Restaurant in die Jahre gekommen sind, habe ich am Befragungsbogen nach der Reise wahrheitsgemäß angemerkt…

Belek: ja oder nein?

Sagen wir: ja, aber. Wenn du hier Golfen willst – perfekt. Die Auswahl an Plätzen innerhalb von 20 Minuten ist riesig, landschaftlich dominieren immer die Pinienwälder, dahinter die hohen Berge – trotzdem hat jeder Platz (s)einen eigenen Charakter. Ansonsten… Shoppen gehen die meisten hier und kehren abends mit reicher Beute zurück. Nicht vieles ist echt, aber vieles echt günstig. Ausflüge nach Antalya oder Side kann man sogar mit dem Taxi machen, das war’s dann kulturell aber schon.

Von der politisch angespannten Lage merkst du hier unten gar nix, außer dass Golfclubs und Hoteleinfahrten auffallend gesichert sind. Die Menschen in den Hotels, auf den Plätzen, in den Bussen, Taxis und Geschäften sind unglaublich gastfreundlich und spürbar froh, dass wieder mehr Gäste da sind. Ich habe mich sehr willkommen, sicher und gut aufgehoben gefühlt..

http://www.robinson.com

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