In Bayern gibt es südlich von München eine beeindruckende Golfplatzdichte. Ich wählte als Start meiner Bayerntour Ende August Das Achental – wegen des renommierten Hotels (mit Haubenküche) direkt am Golfplatz. Der wartet mit sehr, sehr vielen, schilfumwachsenen Teichen auf und jeder Menge Bunker.
Nach gefühlten Monaten ohne einen Tropfen Wasser vom Himmel hängt ausgerechnet unfotogenes Grau über dem Chiemgau. Viele Plätze sind in diesem Sommer staubtrocken, zum Teil ausgedörrt – für Das Achental gilt das nicht. Schon auf der 1 ein sattgrünes Fairway, nur von Bunkern durchwachsen, eine Bahn zum Aufwärmen, stünde da nicht ein Baum genau vor dem Grün. Schon die 2 wird schmal durch eine ausgedehnte Waste Aerea links und einen Teich rechts, auf dem Par 3 der 3 muss man frontales und seitliches Wasser ignorieren und das Grün treffen. Was mir gelingt, obwohl ich gerade auf einen bayerischen Dreierflight aufgelaufen bin, der mich allerfreundlichst aufnimmt.
Nicht lang, aber immer schmal
Teppichfairways auf den nächsten Bahnen, die Bunker sind griffig, die Grüns sehr groß, giftig, aber spurtreu. Auf der 5 begrenzen Bunker und Wald links und Bäume auf der rechten Seite die Bahn doch sehr massiv. Das kurze Par 3 der 6 ist da fast eine Erholung und der Ausblick auf die Alpen wunderschön. Auf der 7 hat wohl jemand Bunker wahllos über das Fairway gestreut und schon wird das Par 4, das wie die meisten Bahnen nicht wirklich lang ist, zur Herausforderung. Jede/r von uns landet in einem anderen Bunker ;-). Die gelben Tees sind oft deutlich gemeiner als die roten – etwa auf der 8, wo der Ball durch eine schmale Schneise muss oder dann auf der 9, wo wir alle miteinander am Tee rätseln, wohin denn die Herren abschlagen sollten. Am Ende liegen beider Bälle unauffindbar im Wasserhindernis. Platzkenntnisse würden hier helfen. Halfway? Fehlanzeige, erst noch ein Par 3 über 138/107 Meter, bei dem man vor lauter Teich links und Bunkerumrahmung viel Konzentration braucht, um beides auszublenden (Titelbild!)
Teiche über Teiche
Doch Halfway. Gut sichtbar liegt eine entzückende Seehütte vor uns, ein Schild weist nach bayerischer Gemütlichkeit darauf hin, dass man hier 15 Minuten Pause einlegen müsse. Stress dagegen beim Kellner leider, der es nicht schafft, uns und Andere in der Zwangspause wenigstens mit Getränken zu versorgen, von einem Imbiss ganz zu schweigen. Schade: Was wahrscheinlich als zusätzliche (verordnete) Einnahmequelle gedacht ist, scheitert an zu wenig Personal. Ist aber nicht unser Thema, vielmehr sind es die nächsten Bahnen, die fortlaufend an Wasserhindernissen und Bunkerlandschaften entlang führen, mal gerade, mal in Schlangenlinien. Auf dem Par 4 der 13 diskutieren wir am Tee wieder: vor uns ein Biotop, dahinter wohl eine Landezone, nächster Schlag Richtung Grün – andererseits rechts ein Fairway gemäht… ein Bogey geht sich für die Warmduschervariante über rechts für mich aus. Die 14 hat Hcp 1, ist mir aber nicht schlimm in Erinnerung, wenn überhaupt, die 15 dann ein allerliebstes Par 3 – Bunker, Bergblick. Auf der 16 Wasser rechts, Wasser links, Wasser vor dem Grün und die Fahne aufreizend ganz rechts am Teich gesteckt. Im Hintergrund das nette Seehaus. Die kurze 17 führt als Dogleg nach rechts mit dem ersten Schlag vor einen Teich und von dort Richtung Grün und macht eigentlich keine großen Probleme, was auch die 18 nicht tun wird.
Mein ganz persönliches Fazit
Völlig ebener, durch das viele Wasser und die zahlreichen Bunker nicht einfach zu spielender Platz in Top-Zustand. Immer wieder schöne Ausblicke auf die Alpen. Achtung: an sonnigen Tagen praktisch kein Schatten. Das Hotel ist übrigens hervorragend – der Rabatt für golfene Hotelgäste mager: 129 statt 149 Euro an Sonntagen. Und für den Logoball verlangt man 7 Euro – mein teuerster bisher. Ich sag’s nur.
Insgesamt habe ich auf meiner Tour durch Bayern 6 Plätze gespielt: demnächst liest du hier über St. Eurach, Feldafing, Bergkramerhof, Tutzing und Tegernsee-Wiessee!
















Tophotel, keine Frage, leider haben das auch diverse Firmen für deren Events entdeckt, und diese meist mit großzügigem Budget ausgestatteten Gruppen sind halt nicht immer die Gesellschaft, die man sich in solchen Hotels wünscht.
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Ich kann über das Publikum im Hotel nichts Negatives sagen, im Gegenteil.
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