November auf Gran Canaria, Teil 1: Salobre Old Course – der Sanftere für alle Spielstärken im steinigen Golf-Resort

24 Grad, Sonnenschein, eine Woche Golf – was will man mehr im November, wenn in Österreich die Golfsaison unweigerlich langsam zu Ende geht!? In fünf Stunden Flugzeit ist man hier auf der Insel, die auf den ersten Blick karg und steinig wirkt. Doch eine halbe Stunde vom Flughafen La Palma entfernt liegen zwei wunderbare Golfplätze mit grünen Fairways zwischen Palmen und Kakteen. Wir sind angekommen auf Gran Canaria.

Es wurde auch schon Zeit. Nach dem – zugegebenermaßen – eh schönen, langen Herbst kündigten sich die ersten kalten, deprimierenden Graunebeltage an. Rein zufällig hatte ich Monate vorher schon eine Woche Golf auf Gran Canaria gebucht. Beim Pro des Vertrauens, man will ja schließlich auch was lernen. Es ist warm hier um diese Jahreszeit, eigentlich sommerlich. Genau das Richtige für mich.

Wir waren skeptisch gewesen, aber der Flug mit Laudamotion war pünktlich und sämtliche Gepäckstücke kamen am Zielflughafen an. Das Salobre Hotel Resort & Serenity liegt nicht direkt am Meer, sondern in einer Felsenlandschaft etwas oberhalb von Maspalomas im Süden der Insel. Praktisch: zwei 18-Loch-Golfplätze liegen unmittelbar vor der Haustür. Schon von meinem Zimmer aus hatte ich einen wunderbaren Blick auf die Bahnen und spektakulären Abschläge des Old Course und das einzige Wasserhindernis, das es auf diesem Kurs gibt (Foto).

Wir nahmen ein Cart, weil Trolleys derzeit nicht verfügbar, und waren schon nach wenigen Bahnen froh darüber. Der Old Course ist in die steinigen Hügel und Täler gebaut, die Wege zwischen den Bahnen sind lang und führen zum Teil steil bergauf oder bergab. Dafür gibt es fast an jedem Loch atemberaubende Ausblicke! In die Landschaft ringsum, zum Hotel hinüber, oft aber auch bis zum blauen Meer vor Maspalomas und Melonares. Viele Abschläge sind terrassenförmig angelegt und liegen wie etwas größere grüne Handtücher mitten in den Felsen. Präzise spielen ist angesagt, sonst landet der Ball auf staubigen Böschungen oder irgendwo im seitlichen Abgrund. Palmen säumen die Fairways und stehen schon mal im Weg, sind andererseits aber oft auch der einzige Hinweis darauf, wo genau sich das erhöhte Grün befindet (Foto).

Was ich besonders mag, finde ich hier öfter vor: Par 3, deren Grün irgendwo ganz tief unter mir liegt. Die roten Damenabschläge sind wirklich sehr, sagen wir, freundlich angelegt. Während wir etwa ein Eisen 8 aus dem Bag nehmen, brauchen die Herren von viiiel weiter oben oder hinten Driver oder Holz und viel Carry, zum Beispiel auf der 11 (Foto). Insgesamt ist der Platz aber mit 5.800 Metern für die Herren und 4.500 für die Damen nicht sonderlich lang und für jede Spielstärke geeignet und herausfordernd, das zeigte sich auch in unserer Gruppe. Was man allerdings hier können sollte, ist das Spielen mit unebenem Stand. Fast überall liegt der Ball etwas höher oder tiefer, oft auch, wenn man das Fairway gut getroffen hat.

Top gepflegt und sehr guter Service

Im Albrecht Golf Guide habe ich vor der Reise übrigens gruselige Bewertungen gelesen, was Platzzustand und Service betrifft. Entweder wurde beides in den letzten Monaten drastisch verbessert, oder die Leute haben exorbitante Ansprüche. Wir jedenfalls fanden einen topgepflegten Platz vor, kurz gemähte, angenehm zu spielende Fairways und schnelle, spurtreue Grüns. Klar, das Karge der Landschaft hier kann man mögen oder nicht, aber die landestypische Bepflanzung mit Kakteen, Palmen und Bougainvillea macht den Platz schon recht reizvoll. (Dass es noch etwas spröder geht, merkten wir am nächsten Tag. Der New Course sollte noch etwas spektakulärer sein, aber davon mehr in Teil 2.) Mit dem Cart geht es nach der Runde bequem bis vor den Hoteleingang und man putzt dir die Schläger und verstaut dein Bag danach bis morgen im Caddyraum.

Ach ja: Hier im Salobre Resort gibt es eine der schönsten Driving Ranges, die ich je gesehen habe (Foto). Nicht sehr viel Platz, zugegeben, aber palmenbesäumt und mit Loungemöbeln bestückt und landschaftlich so reizvoll, dass ich hier freiwillig wirklich jedes Mal vor der Runde ein paar Bälle schlagen würde. Schwöre!

Lies bitte hier im Blog auch über Anfi Tauro Golf

Lies bitte hier im Blog auch über den Salobre New Course

salobregolfresort.com

Zimmer mit Aussicht: auf die 12 (Par 4). Links oben die Abschläge der 11 (Par 3)
What a feeling! Auf dieser Range würde ich doch glatt vor jeder Runde Bälle schlagen wollen…
Behutsam hat man das eigentlich sehr große Hotel hier in den Hang gebaut. Blick auf die Fairways der 9 und der 10.
Abschlag der 3. Zwischen den Palmen befindet sich das Grün…
Von oben geht’s auf das Green der 8. Wer zur kurz ist, landet allerdings im Wasser.
Der gelbe Abschlag der 11. Herren brauchen hier viel Carry, die Damen (Abschlag ganz rechts vorne) nicht.
Nur ganz wenig Wasser, und das kommt auch nicht wirklich ins Spiel auf der 12.

Palmenhain am Herrenabschlag der 13
Auf der 17, noch einmal der Blick auf das Grün der 8
Abendstimmung

 

3 Kommentare zu „November auf Gran Canaria, Teil 1: Salobre Old Course – der Sanftere für alle Spielstärken im steinigen Golf-Resort

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