Am Westufer des Tegernsees liegt auf etwa 800 Metern der gleichnamige Golfplatz, der mit wunderbaren Ausblicken aufwartet, aber auch mit anspruchsvollen Bahnen in bewegtem Gelände. Senken, Steigungen, Teiche, Kapellen, Blumenwiesen – hier gibt es alles, was einen feinen Platz ausmacht.
Das Beste kommt zum Schluss! Traumwetter, wunderbare Landschaft – unsere Gruppe von Golfsociety Austria macht auf der Heimfahrt Richtung Österreich Golf-Stopp am Tegernsee. An Tee 1 ist deutlich mehr los als an den vergangenen Tagen, kein Wunder es ist ein herrlicher Sonntag in Bayern.
Anstrengung und Entzückung
Erhöhter Abschlag auf der 1, unter uns ein relativ schmales Fairway, irgendwann geht es wieder bergauf und vom Grün hat man bereits den ersten prachtvollen Ausblick auf das Grün der 8, den See und die Berge (Titelbild!). Was die Konzentration auf das Putten etwas mindert, gebe ich zu. Nach dem langen Abschlag auf der 3 liegt eine tiefe Senke unter uns, das Grün noch weit entfernt oben am Hügel. Rechts droht das Aus, links eine Allee. Prachtvoll danach die 3, auf der man entweder schnurgerade spielen muss, oder aber den steilen Hang rechts ins Spiel einbezieht und den Ball aufs Fairway rollen lässt. Richtung Grün wird es dann so richtig schmal. Wir sind bester Dinge, auch am Tee der 4, wo man zum Vorlegen links sehr wenig Platz hat, am direkten Weg zum Grün drohen Bunker und Abhang. Jetzt ändert der Platz seinen Charakter, die nächsten Bahnen sind umsäumt von dunkelgrünem Nadelwald, der bei Fehlschlägen partout nicht zur Seite weicht. Und dann… öffnet sich der Blick auf dem Par 4 der 8, die am See entlangläuft und einen atemberaubenden Blick auf die Alpen bietet! Die 9 bereitet als kurzes Par 3 keine allzu großen Probleme, und dann geht es unterhalb des Clubhauses weiter zur 10, die mit einer prächtigen, rosafarbenen Blumenwiese neben der Abschlagbox ein wunderschönes Fotomotiv bietet.
Höhen, Tiefen, Ausblicke und pure Spielfreude
Aber wohin spielen? Rechts ist ein Fairway, das aber verdächtig nach der 18 aussieht, links stehen jede Menge Bäume herum. Ich peile die kleine Kapelle an, und liege tatsächlich richtig. Vom Abschlag der 11 haben wir ein beunruhigendes Bild einer sehr schmalen Bahn vor uns, deren Fairway nach links hängt. Rechts stehen zwei große Fichten mit einem kleinen Teich davor. Interessant: zwei unserer Bälle liegen wenig später auf der gegenläufigen 17 – die jungen Männer von der 17 suchen ihre Bälle hingegen bei uns auf der 11. Die 12 dann ein gaaaanz kurzes Par 3 mit 94/88 Metern, die unbedingt dazu genutzt werden sollten, das Grün auch tatsächlich zu treffen. Der riesige Bunker davor ist allerdings sehr verlockend. Den Weg zur 13 müssen wir länger suchen, zum Glück im Cart. Durch den Wald führt der Weg schließlich steil hinauf zum nächsten Abschlag. Ein Schild warnt uns angesichts der schmalen Waldschneise vor Zaun und Abgrund rechts, und ich steuere prompt selbige an. Dafür tröstet mich der Blick auf Berge, Platz und See auf dem samtigen Grün. Steil hinunter schlägt man auf der 14 über den Teich (Ich liebe solche hochgelegenen Abschläge!!), ehe sich das Fairway in sanftem Bogen nach links zieht. Blind über den Hang links sollte man die 15 spielen, dann hat man nur mehr einen kurzen Schlag auf das tiefliegende Grün. Nach einem entspannten Par 3 im Wald führt die 17 wieder parallel zur 11 zurück nach Norden. Diesmal bleiben alle Bälle auf den ihnen zugedachten Fairways, dafür müssen wir beim nächsten Schlag warten, bis nicht wenige Radfahrer:innen den querenden Weg passiert haben: Sie haben Vorrang, wir müssen dann über eine Kuppe Richtung Fahne spielen.
Auf der 18 suchen wir das Fairway zwischen Haus, Bäumen und einem querenden Netz, dass auch hier die Radfahrenden schützt, und schlagen schließlich ÜBER das Netz in die Kurve. Das war richtig so, denn die Bahn biegt nämlich ziemlich entschlossen nach links. Malerisches Ende und ein langer Superputt zum Schluss – was will man mehr?!
Wir sind restlos begeistert. Die Stimmung ist hervorragend und bleibt es auch während der ausgezeichneten Mahlzeit auf der Clubhausterrasse, ehe wir heimatwärts aufbrechen.
Mein ganz persönliches Fazit
Unglaublich schöner, wunderbar gepflegter Par-70-Platz mit herrlichen Ausblicken auf den Tegernsee und die Alpen. Keine einfach zu spielenden Bahnen – dafür sorgen das hügelige Gelände und viel Wald – aber immer fair. Ich würde ein Cart empfehlen. Sehr gut sortierter Proshop und ein Restaurant, in dem man nach der Runde unbedingt einen Happen essen sollte.
Insgesamt habe ich auf meiner Tour durch Bayern 6 Plätze gespielt: lies bitte auch Das Achental, St. Eurach, Feldafing, Bergkramerhof und Tutzing!


















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