Römergolf: Abenteuergolf mit atemberaubender Alpen-Aussicht

Nordöstlich von Salzburg ist die Golfplatzdichte ziemlich groß. Altentann kannte ich schon, Klessheim und Mondsee auch, Eugendorf aerifizierte gerade und war zur Hälfte gesperrt und so blieb Römergolf irgendwie übrig. Und entpuppte sich als einer jener Plätze, die mein Herz im Sturm erobern!

Ich habe ja meiner Wochenendheimat Mühlviertel wegen seit Anfang an keine Sperre vor golferischen Schieflagen. Wer in Amstetten Platzreife macht, oft St. Oswald, Weitra, Ottenstein & Co spielt, muss damit irgendwie klarkommen. Und ja, ich gebe zu, im Römergolf steht man oft schief und es geht meist entweder bergab oder bergauf. Der Platz ist nichts für LiebhaberInnen brettlebener, kurzgeschorener Championshipplätze mit Fairways wie Autobahnen. Hier muss man den Schläger am Abschlag mit Bedacht wählen, will man nicht in der Bredouille landen. Hier sollte man unter oder über dem Ball stehen und trotzdem das Grün treffen können. Hier wäre es gut, Schneisen zu mögen und abschüssige 90-Grad-Doglegs wie die 17, die für mich als Wienerin ohnehin eher ausschauen wie ein Schihang. (Den abschlagmähenden jungen Greenkeeper hab‘ ich auf eine Idee gebracht ,-))

Kurz, aber nicht einfach

Aber lass dich nicht abschrecken! Wenn man das alles ein bisschen mag, wenn man so kontrolliert wie möglich spielt und auch keine wahnsinnigen Längen hat, wird man diesen Par 69-Platz lieben! Von Gelb knappe 4.800 Meter lang, von Rot angenehme 4.200. Da treffe sogar ich mit so manchem 2. Schlag aufs Grün und das, obwohl die Fairways noch nicht raspelkurz gemäht sind zu dieser Frühjahreszeit und der Ball nicht ewig rollt. Die Grüns kommen dafür erstaunlich schnell, hätte man ihnen optisch gar nicht zugetraut, sind spurtreu und nur wenig gewellt. Bunker habe ich schon deutlich mehr und schlimmere gesehen, Wasser gibt es in Form von mehreren (hübschen) Teichen, die aber ohne große Probleme zu überspielen sind.

Warum man trotzdem nicht den besten Score seines Lebens schreibt? Weil man beim ersten Besuch manche der Spielbahnen einfach zu wenig kennt. Und weil auf dem 100 Meter langen Par 3 (3) rechts und links und dahinter einfach außer Bäume nur Bäume sind. Weil du auf dem (einzigen) Par 5, der 6, nach oben schaust, aber lange keine Fahne siehst. Weil auf der 7 der Hang so nach links hängt, dass du ihn immer noch zu wenig weit rechts angespielt hast. Und weil die Grüns zwar wenig onduliert, aber dafür auch nicht wirklich groß sind. Und weil man abgelenkt sein könnte: von der herrlichen Landschaft nämlich!

Erfreuliche Aussichten

Wenn du das erste Mal auf dem Grün der 4 stehst, blickst du dich um, siehst die herrlichen, jetzt noch schneebedeckten Berge hinter grünen Hügeln und gelbblühenden Wiesen und denkst: Wow, was für eine Aussicht! Und die bleibt das Konstante an diesem Tag, immer. Praktisch auf jeder der Spielbahnen siehst du die Alpen, auf der 15 zur Abwechslung über unendliche blühende Löwenzahnwiesen den Flachgau.

Fazit: eine glatte Empfehlung für Römergolf, vor allem für Golfrunden-GenießerInnen. (Nimm dir aber lieber ein Cart; auch wenn der Platz kürzer ist – viele Wege zwischen den Bahnen sind es nicht und die Höhenunterschiede tun das Ihre.) Ihnen sei auch nach der Runde die südwestlich ausgerichtete Clubhausterrasse empfohlen, um einen wunderbaren Sonnenuntergang zu genießen…

Edit: Nach Veröffentlichung dieses Beitrags erreichte mich folgende Information: Im Bauernhof direkt neben dem Abschlag der 5 gibt es Kängurus zu sehen!

http://www.roemergolf.at

Dort war ich überall NICHT. Aber eine Kuh so nahe am Platz gefiel mir.

Links die 4, rechts der Abschlag der steilen 17

Ungewöhnlicher Beginn: Par 3 ab Starthäuschen. Im Vordergrund die 18. Gaaanz hinten oben liegt das Gros des Platzes.

Jetzt wird‘s eng: Am Abschlag der 2

In den Himmel (4)

Rechts vorne ist der rote Abschlag der 5. Longhitter kürzen hier wahrscheinlich über links ab…

Seitlicher Ausblick mit Schwan auf der 8

Übers Wasser vom Abschlag der 11

Das Grün der 16. Einer der wenigen (zahmen) Bunker

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