LINSBERGgolf: nagelneuer Platz mit Linksgolf-Feeling

Einen Platz, der erst wenige Tage vorher eröffnet wurde, habe ich noch nie gespielt. Linsberg, 50 Minuten von Wien entfernt, in der Nähe von Wiener Neustadt und praktisch in Sichtweite vom GC Föhrenwald, war mein erster. Zur Unterstützung bat ich am 23. Mai an die 70 GolferInnen der österreichischen Facebook Gruppe GOLF um eine gemeinsame Runde. Wir kamen, sahen und spielten.

Passend zum Typus des Platzes hatten wir nahezu stürmisches Wetter mit tief hängenden Wolken und um die 15 Grad Temperatur und einige fühlten sich sofort an schottische Verhältnisse erinnert. Das passt zum Platz: Linsberg setzt – zumindest auf den zweiten Neun – auf Linksgolf-Charakter. Soll heißen: keine Bäume, ondulierte Fairways, offenes Terrain, auf dem man (scheinbar) keine Bälle verlieren kann, außer man landet im dicken Rough. Karg anmutende Spielbahnen, die nur durch unterschiedliche und verschieden hoch gemähte Grassorten definiert sind (Achtung, die wachsen auch in verschiedene Richtungen…), dazwischen tiefe Topfbunker, in denen der Ball besser nicht landen sollte. Und Wind, Wind, Wind eben, der hier in der Gegend ohnehin Dauergast ist. Im Sommer dürfen die Fairways dann schon mal braun werden auf dem trockenen Boden, auch das gehört sich auf einem Links-Course so.

Par 3 spielen sollte man können

Aus irgendeinem Grund haben Golfplatzbetreiber und Architekt Jeff Howes das Konzept Links-Course aber nicht generell umgesetzt. Die ersten Neun des Par 70-Platzes sind schon eher Parkland-Kurs, unzählige zwischen den Bahnen gepflanzte Bäumchen kündigen das an, im Hintergrund macht sich der angrenzenden Föhrenwald hübsch. Überhaupt unglaublich, dass hier erst vor zwei Jahren Spatenstich war. Auf dem buchstäblichen brett’lebenen Acker wurde offensichtlich viel Erde aufgeschüttet und man hat große Teiche angelegt, die aber nicht wirklich bedrohlich ins Spiel kommen. Es sei denn, der Wind verbläst deinen an sich präzise geplanten Ball auf dem Par 3 der 2 nach links. Um den großen Teich zwischen der 9 und 18 kann man eher locker herumspielen und behält auch mit höherem Handicap Freude am Spiel. Auch deshalb, weil der Platz mit 5.800 Metern vom Herren- und etwa 4.700 m vom Damenschlag nicht extralang ist. Par 3 spielen sollte man allerdings gut können, immerhin gibt es gleich sechs davon. 

Und nach der Runde nach Föhrenwald

Linsberg ist ja Schwesternclub von Föhrenwald, wo es ein wirklich nettes Clubhaus mit sehr guter Küche gibt. Warum ich das erwähne? Der hübsche Vierkanter hier in Linsberg ist nämlich leider nicht das Clubhaus, sondern beherbergt in seinem Innenhof das sogenannte Bistro. Nicht sehr einladend leider, weder was die Ausstattung noch das Speisenangebot betrifft. Aber so ist es ja wahrscheinlich gedacht: Spielen in Linsberg – essen in Föhrenwald. Das haben einige von uns dann auch gemacht…

http://www.linsberggolf.at

Der erste Blick aus dem Durchgang zum Platz: das Grün der 18
Hinterm Teich der 2 (Par 3) wird noch fleißig gebaut
Doch ein paar Bäume, im Hintergrund, auf der 5
Blick zurück vom Abschlag der 7 auf das Grün der 6
G’mahte Wies’n: zwischen den Spielbahnen lässt man einfach das Gras höher wachsen
Auf der 9: Um den großen Teich kann man auch gut herumspielen…
Jetzt geht’s los mit Links: wunderbare Bunker auf auf den zweiten Neun
Linkscourse eben: verschiedene Grassorten verschieden hoch gemäht und alle in anderer Wuchsrichtung
Da liegt der Ball am besten nicht drinnen.
Fertig: das Grün der 18
Das, nun ja, Clubhaus. Leider nicht der schöne Vierkanter, sondern…

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